„Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns,

sondern die Vorstellungskraft.“

Emil Coue

Kennen sie die Autosuggestion? Ja, nein?

Sicher kennen sie diese geistige Macht.

Sie kennen sie seit ihrer Geburt.

Diese Macht steckt tief in ihnen.

Es ist mächtiger als sie glauben, im schlechten wie im guten.

Die unbewusste Nutzung dieser Macht kann Gutes in

und für sie bewirken, aber ebenso Negatives.

Die bewusste Kenntnis allerdings kann ihnen dazu verhelfen,

sich auf die positiven Aspekte dieser Macht zu konzentrieren.

Wenn sie die Thematik der Suggestion bzw. der Autosuggestion verstehen möchten,

gebe ich ihnen einmal ein Beispiel von Emil Coue,

einem der Väter der Autosuggestion:

Stellen sie sich bitte ein Brett vor 25 cm breit und 10m lang.

Legen sie dieses Brett einmal im Geiste auf den Boden.

Nun stellen sie sich vor,

dass sie über die ganze Länge des Bretts gehen

ohne mit den Füßen links oder rechts neben dem Brett aufzutreten.

Schaffen sie dass,

in ihrer Vorstellung – und im realen Leben?

Natürlich schaffen sie das!

 

Nun stellen sie sich genau das gleiche Brett wieder vor,

allerdings stecken sie es diesmal zwischen die zwei Türme eines 60 m hohen Doms.

Schaffen sie es diesmal auch,

in ihrer Vorstellung, in ihrem realen Leben?

Eventuell ist einer in der Lage,

die meisten jedoch mit Sicherheit nicht!

Warum ist das so,

dass man einmal locker über das Brett geht,

einmal nicht?

Wir wollen doch,

der Wille ist da.

Unser Problem ist die Vorstellung dessen.

Unsere Vorstellung entscheidet darüber,

ob wir es schaffen oder nicht,

nicht unser Wille.

In anderen Worten,

nicht unser bewusstes Denken,

sondern unser unbewusstes Vorstellen macht den Erfolg der Aufgabe aus,

über das Brett zu gehen.

Das Problem,

dass man zu lösen hat ist,

dem unbewussten eine Vorstellung zu geben,

dass man es kann – also ganz einfach?

Offenbar haben wir genau hier den wunden Punkt.

Unser unterbewusstes,

unser Unterbewusstsein registriert alles,

jedes Ereignis,

jede wie auch immer gearteten „Tatsachen“.

Alles bedeutet,

auch ein mehrfach gehörtes,

„um Gottes willen, wenn man da runterfällt“,

prägt sich ein und wird dadurch „Wirklichkeit“.

Man könnte das Unterbewusstsein als leichtgläubig bezeichnen,

ja,

es glaubt ungefragt einfach alles.

 

Ich bin dumm, genauso wie, ich bin schlau

Ich bin hässlich, genauso wie, ich bin schön

Ich bin ein Versager, genauso wie, ich bin Erfolgreich

Usw. usw. usw.

 

Das Unterbewusste ist da völlig „locker“,

es zensiert nicht,

es urteilt nicht.

Nun unser Wille unterliegt leider immer unserer Vorstellungskraft,

also „nix is“ mit freier Wille, oder?

Was bringt mir das jetzt?

Noch nichts, aber gleich.

Was soll das jetzt mit der Autosuggestion und dem unterbewussten?

Was ist denn eine Suggestion?

Ähnlich wie mit dem Thema der „Objektivität“ habe ich auch mit dem Begriff der „Suggestion“ ein Problem.

Wer legt denn die Objektivität fest,

denn wer auch immer es tut,

macht es aus seiner subjektiven Sichtweise,

also gibt es keine Objektivität.

Die Suggestion ist Gedanke,

dem man in das Unterbewusstsein eines anderen überträgt.

Allerdings haben wir auch hier wieder die Situation,

dass jeder eine Suggestion löschen kann, bzw.

erst gar nicht dauerhaft übernimmt,

außer er wiederholt diese AUTOMATISCH.

Es gibt also in dem Sinne keine Suggestion,

man selbst macht also eine Autosuggestion daraus.

Wenn man also sich selbst Dinge suggerieren kann,

warum dann nicht etwas Gutes ?