Das Schöne heutzutage ist, dass man aus der modernen Gehirnforschung praktische Dinge für den Alltag lernen kann. Wenn sie wissen wie das Gehirn funktioniert, ist das ähnlich gut, wie wenn sie wissen wie ihr Kaffee-Vollautomat funktioniert, wo der Kaffee rein muss, wie gereinigt werden muss usw.,  sie können ihr Gehirn und die Vorgänge einfach besser verstehen.

Einem Mädchen in Holland musste im Alter von drei Jahren fast die komplette rechte Gehirnhälfte des Großhirns entfernt werden. Das schlimmste daran, es ist die dominantere der beiden, nämlich die mit dem Sprachzentrum.

Ach du Sche…, werden sie denken, die Seite ist ja auch zuständig für die Funktionsweise der linken Körperhälfte.

Ich darf sie beruhigen:

Das Mädchen ist heute ein Teenager, welcher zwei Sprachen fließend spricht!

Nun unser Gehirn kann also auch mit der Hälfte gut leben – können sie dass auch mit ihrem ganzen Gehirn?

Ihr Gehirn besteht aus Nervenzellen, den Neuronen. Jedes dieser Neuronen steht für etwas in ihrem Gehirn, es repräsentiert irgend etwas in ihrem Gehirn.

Sehen sie sich mal bitte ihre Finger an.

Drücken sie mit einem dieser Finger gegen die Tischkante oder gegen eine Bleistiftspitze, sie merken etwas. Auf ihren Fingerkuppen sind sogenannte Tastkörperchen, um genau zu sein analog-digital-Wandler.

Das Fühlen , eins unserer Sinnesorgane hat also Tastkörperchen, welches einen sogenannten Impuls erzeugt.

Nun stellen sie sich vor , es gäbe eine Leitung von diesem Tastkörperchen das bis in ihr Gehirn reicht und endet dort in den synaptischen Endköpfchen.

Natürlich kann ein Impuls auch woanders herkommen, wir haben ja mehrere Sinnesorgane.

Grundsätzlich bleibt jedoch ein Impuls – eben ein Impuls!

Die Struktur ,die diese Verbindungen im Gehirn herstellen, nennen sich Synapsen.

Jedes Neuron hat ca. 10.000 solche Synapsen, allerdings sind sie unterschiedlich groß.

Ein Impuls kann also je nach Größe (oder Kleine – warum gibt’s das eigentlich nicht)  der Synapse eine ganz unterschiedliche Wirkung auf das Neuron haben, je nachdem wie die Impulse auf die Synapsen feuern oder sie erregen 🙂 .

Nun wir haben allein in der Gehirnrinde, so schätzen die Forscher bei Männern 23.000.000.000 Neuronen bzw. bei Frauen, die das Gehirn anscheinend effizienter denken und arbeiten lassen 19.000.000.000 Neuronen.

Was auch immer wir Männer mit den 4.000.000.000 zusätzlichen machen , ich weiß es nicht !

Es ist also so, dass die Vielzahl ihrer Impulse, also ihre Lebenserfahrung, die Stärke ihrer Verbindungen in ihrem Gehirn festlegt. Umso mehr Impulse auf die Synapse übertragen werden, umso mehr Hilfe braucht diese und durch eine Entwicklung von Neurotransmitter und Molekülen an dieser Stelle, bekommt sie die auch. Mit der Zeit wächst dort ein sogenannter Dendrinischer Dorn, wenn sie so wollen eine zweite Auflagefläche. Die Impulse bleiben gleich, die Auflagefläche oder Kontaktfläche wird allerdings größer und somit hat der Impuls eine stärkere Wirkung. Warum ist die Synapse so gewachsen – weil dort immer wieder Impulse ankamen!

Das machen von Erfahrungen, Wahrnehmungen, denken, fühlen usw. verändert unsere Synapsen. Sehen sie es so, unser Gehirn passt die Software immer wieder an die neuen Gegebenheiten an. Die einen Synapsen werden aufgebaut, die anderen abgebaut oder verschwinden gar. Jede einzelne Erfahrung, jeder einzelne Impuls hat einen geringen Effekt, die Häufigkeit der Impulse, die löst eine Änderung der Feinstruktur des Gehirns aus.

Unsere Lebenserfahrung sorgt also dafür wie unser Gehirn Strukturiert ist.

Übertrage ich das nur mit etwas Logik auf andere Bereiche dann bedeutet das, übe ich oft an meinem Klavier, bekommen meine Tastkörperchen an meinen Fingern immer wieder Impulse, die Synapsen verändern sich , werden Größer, meine Gehirn kann sich die Vorgänge besser merken, ich spiele besser Klavier.

Soweit, so klar 🙂

Lese ich immer wieder die gleiche Zeilen in einem Buch, bekommen die entsprechenden Synapsen Impulse, werden größer, das Gehirn kann  sich die Texte besser merken, ich kann ein Gedicht frei aufsagen.

Soweit, so klar 🙂

Nehme ich immer wieder positive Impulse auf, werden die Synapsen für positive Impulse immer öfter befeuert oder erregt, werden sie Größer und ich denke positiver.

Soweit, so klar 🙂

Sie dürfen das gern so weiter führen,

denn auch das gilt, umso mehr Impulse an die Synapsen für „die Welt ist gegen mich“ gehen, umso größer werden sie.

Umso mehr Impulse an die Synapsen für „ich bin eine arme Sau“ gehen, umso größer werden sie.

Umso mehr Impulse an die Synapsen für „keiner mag mich“ gehen, …….

Ein Tipp:

Lesen sie ruhig jeden Tag ein paar positive Impulse, wenn sie Facebooker sind ganz einfach :

http://www.facebook.com/stephane.etrillard.fanpage

oder

http://www.facebook.com/Elmar.Rassi.Motivation

bekommen sie solche kostenlos jeden Tag !