Arachnophobie, was das ist? Es ist die Angst vor Spinnen. Im Grunde genommen sollte man eigentlich mehr Angst vor Spinnern haben, was allerdings ein anderer Artikel wäre ….

Ich möchte zunächst einmal im Text vorgreifen, denn haben sie sich schon einmal Gedanken über ihr Denken gemacht? Ich weiß es, manchmal verwirrt meine Fragestellung, „warum soll ich mir Gedanken über das machen, was ich denke? Soll mir der Kopf platzen, Migräneanfälle oder was wollen sie damit erreichen?“ Nein – mitnichten, es geht darum zu erkennen, dass das Denken so schnell abläuft, oft so automatisiert ist, dass es praktisch unmöglich ist, sich über sein Denken, wirklich klare Gedanken zu machen – außer – man schreibt sie auf, man beschreibt sein Denken.

Jonny-Hofer-Blog-060114 Aus einer inneren Perspektive des automatisierten Denkens, schaffen sie so eine äußere Perspektive ihres Denkens, wenn sie so wollen, eine Draufsicht. Teilfragmente ihres Denkens werden nun  sichtbar und für sie selbst auch nachvollziehbar und überprüfbar.

Natürlich gibt es die Kopfmenschen, die dauernd denken und die, welche nicht so viel oder gar nicht denken – quatsch! Es mag in seltenen Fällen zutreffen, wäre jedoch in Wirklichkeit entweder ein toter Denker oder nur eine humoristischer Winkelzug für eine Pointe, denn denken können wir im Grunde nicht abstellen, nur die Art des Denkens verändern, bzw. nur die Konzentration des Denkens ändern.

Nun noch mal zurück zum Start, was hat die Arachnophobie damit zu tun? Stellen sie sich nun einmal vor, sie hätten Angst vor Spinnen und ich habe dieses Beispiel weise gewählt, denn ich kenne sehr viele Menschen, die sich das ganz leicht vorstellen können. Was wären ihre Argumente, die diese Angst belegen oder begründen könnten.

Machen wir doch einen Deal: Ich lege ihnen zuerst eine Spinne auf die Hand und bevor sie Angst bekommen, sagen und beschreiben sie mir diese Argumente. Wie – geht nicht!? Klar geht das – außer ihr Denken hat es alles schon in Bruchteilen eines Lidschlages abgerufen, ohne ihr bewusstes Wissen. Schwups, da haben wir es, alle die eine Spinnenphobie haben, sind also denkende Wesen.

Machen wir es doch einmal anders, ganz ohne Spinne. Schreiben sie doch einmal auf, was ihnen an einer Spinne Angst macht, z.B. die Angst vor einer Spinne gebissen zu werden, oder eine bestimmte Verletzung durch die Spinne oder was ihnen noch so einfällt. Wenn sie das gemacht haben, fällt den meisten Menschen sofort auf, wie irrational ihre Beschreibungen und Argumente sind. Aus dieser Draufsicht, lassen sich nun viele Argumenten für sich selbst finden, warum es irrational ist, was wiederum dazu verhelfen kann, die Phobie zu verringern oder ganz und gar einzudämmen.

Probieren sie es doch mal aus, auch in den anderen Teilen ihres Lebens!

Nutzen sie die Kraft des Schreibens für sich selbst einmal aus, beobachten sie sich aus einer anderen Perspektive – und falls jemand weiß, was der Fachbegriff für eine Spinnerphobie ist, lassen sie es mich bitte wissen …